Meine Politik


Als Präsident der Bündner Jungfreisinnigen will ich überraschen, anecken und zum Dialog anregen. Meine Botschaften sind angriffig, bleiben aber über der Gürtellinie (also näher beim Kopf und dem Herzen). Sie sind der Meinung, dass sich in Graubünden etwas ändern sollte? Prima! Links und rechts sagen mir nichts – wischiwaschi schon gar nicht. Ich mache ehrliche aber vor allem frische und unverbrauchte Politik, bei der die Freiheit im Zentrum steht.


Wirtschafts und Gesellschaft

Eine starke Wirtschaft sichert unsere Arbeitsplätze und unseren Wohlstand. Um beides langfristig garantieren zu können, muss die Wirtschaft wachsen können. Das erreichen wir nur, wenn wir innovative Ideen und Talente fördern, Steuern tief halten und wettbewerbsfeindliche Strukturen abschaffen. Gerade junge Firmen sollten in Graubünden gefördert werden. Mit der HTW haben wir eine hervorragende Hochschule, die Startups gezielt unter die Arme greifen kann. Mit der Schaffung eines Technoparks sollte der Kanton ein ideales Umfeld für attraktive Arbeitsplätze schaffen. Andernfalls wandern die guten Ideen und mit ihnen die Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer ins Unterland ab.

Bildung und Forschung

Bildung ist unser wichtigster Rohstoff. Als Rohstoffarmes Land braucht die Schweiz schlaue Köpfe. Die Grundlage unseres Wohlstands, unsere Bildung und Forschung, darf uns etwas kosten! In der globalisierten Welt wird die Kommunikation immer schwieriger – aber auch wichtiger. Was es braucht ist ein solide Ausbildung. Will heissen: Wir brauchen nicht nur Studenten und Akademiker, sondern auch praktisch veranlangte Denker und Anpacker.

Dank dem dualen Bildungssystem bilden unsere Lehrbetriebe Berufsleute aus, die mit beiden Beinen im Leben und im Job stehen. Mit ein Grund, weshalb die Schweiz im europäischen Vergleich eine der tiefsten Jugendarbeitslosigkeiten vorweisen kann. Möglich ist das nur, dank einem gescheiten System. Und trotzdem: Die Schweiz braucht nicht 26 verschiedene Schulsysteme. Die HarmoS-Reform setzt hier am richtigen Ort an und schafft einheitliche Regeln und Abläufe. Und das macht Sinn, denn mit einem einheitlichen System ermöglichen wir jungen Familien den einfachen Wohnungswechsel. In der Bildung darf nicht das Mittelmass gelten. Nur das Beste ist gut genug.


Sozialwerke

Unsere Sozialwerke gehören zu den Besten der Welt. Das darf uns stolz aber nicht übermütig werden lassen. Wenn es um unseren Renten und Sozialdienstleistungen geht, brauchen wir Fingerspitzengefühl. Es sollte selbstverständlich sein, dass wir zur Erste und Zweite Säule Sorge tragen. Die Zukunftsaussichten sind jedoch düster. Nehmen wir zum Beispiel die AHV: Weil die Alten immer älter werden und gleichzeitig weniger Kinder zur Welt kommen, überaltert unsere Gesellschaft. Heute arbeiten vier Erwerbstätige für einen Rentner, doch bald werden nur noch zwei sein. Um unser System aufrechterhalten zu können, bräuchte es massiv mehr Geld – was wir uns aber kaum leisten können. Um die Sozialwerke zu sichern, braucht es heute echte Reformen, denn morgen ist es zu spät.

Ökologie, Umwelt und Verkehr

Graubünden ist der Kanton der 150 Täler. Damit die Bündnerinnen und Bündner sich sinnvoll im Kanton bewegen können, braucht es ein sinnvolles Miteinander aller Verkehrsmittel und intelligente Verkehrskonzepte. Als Tourismuskanton ist es in unserem Interesse, dass unsere Landschaften nicht unnötig verbaut und der öffentliche Verkehr gefördert wird. Alleine schon deshalb dürfen die eigenen Interessen nicht Rücksichtlos in den Vordergrund gestellt werden. Grosses Einsparpotential gibt es auch bei unseren Wohnungen. Mit der Sanierung aller Altbauten und einer besseren Dämmung, können jedes Jahr mehrere Millionen Franken an Heizkosten eingespart werden. Und das allein schon in Graubünden. Leider ist es so, dass Gebäudesanierungen in vielen Fällen wegen bürokratischen Vorgaben und Auflagen scheitern – in der Schweiz gibt es über 130‘000 kantonale Bauvorschriften. Solche und andere bürokratischen Hürden verhindern einen sinnvollen Umweltschutz. Dagegen kämpfe ich.

Sicherheit und Armee

Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nimmt stetig ab. Leider ist es so, dass die Politik diese Ängste ignoriert und in vielen Fällen Pflästerlilösungen bevorzugt. Bestes Beispiel: Die Videoüberwachung in Chur. Sicherheit gewährleistet man nicht durch Verbote und Kameras, sondern nur durch ein Gesamtkonzept zur Gewaltprävention und eine bessere personelle Ausstattung der Polizeibehörden.
Anpassen muss sich auch die Armee und zwar auf die neuen Bedrohungsszenarien, wie Terrorismus und Cyberattacken. Eine schlanke und gutausgerüstete Armee soll und muss die Landesverteidigung sicherstellen können. Zusätzlich sollten alle Schweizerinnen und Schweizer frei zwischen militärischen und zivilen Dienst wählen können.

© 2012 Thomas Bigliel |